Concerto Barocco

 

 

Rauschende Feste und Bälle, das Auge betörende, üppige Architektur, grandiose Kunstwerke, Malerei als illusionistisches Gesamtkunstwerk mit der Betonung auf Licht & Schatten, Musik in der Kirche oder bei Hofe als affektvoll-leidenschaftliches „Sich-Entäußern“ in prachtvollem Glanz, Literatur und Dichtkunst, Gartenbau- und Landschaftsbau, Wissenschaft sowie Natur- und aufkommende Gesellschaftsphilosophie, der Beginn neuer Formen der höfischen und bürgerlichen Mode als überaus üppige Kunstform des Absolutismus und der Gegenreform – so breitete sich der Barock von Italien über ganz Europa bis hinein in die Kolonien der Neuen Welt aus.
Grenzen zwischen den Kunstgattungen wurden verwischt; die klare Gliederung der Renaissancekunst wurde durch Opulenz in jedweder Weise abgelöst. Es galt, vor allem das Auge mit bis dahin ungekannter Pracht und Schönheit zu betören. Versailles, das gigantische Prunkschloss des „Sonnenkönigs“ Ludwigs XIV. wurde zum Vorbild vieler europäischer Schlossneubauten. Der Petersdom gilt als Ideal der Verwirklichung barocker Ideale in der Kirchenbaukunst. London, Paris, St. Petersburg, Berlin, Leipzig, München, Wien, Kopenhagen, Stockholm oder Venedig – überall findet man 
„Barock“ als Ausdrucksmittel zur Selbstinszenierung vor. Als Krönung der Selbstverherrlichung (nach dem Vorbild des französischen Sonnenkönigs) gilt der Sächsische Kurfürst und Polnische König August der Starke.

Die Liste der Künstlernamen des Barock ist lang: Bernini, Borromini, Pöppelmann und Balthasar Neumann stehen für herausragende Architektur, Permoser und die Gebrüder Asam gelten als Meister der barocken Skulpturen. Die Malerei zu ungeahnten Höhen führten Caravaggio, Tiepolo, El Greco, Velásquez, Rubens, Rembrandt und Vermeer. Männer wie Cervantes, Racine, Molière und v.Grimmelshausen errichteten literarische Weltgebäude und ausgehend von Monteverdi über Vivaldi und Lully überhöhten Bach und Händel diese grandiose Kunstepoche mit ihren musikalischen Schöpfungen: zur Unterhaltung, der weltlichen Macht verpflichtet und Gott zur Ehre. Bachs große Passionen, seine H-Moll Messe sowie das Weihnachtsoratorium bilden den Gipfel der barocken Kirchenmusik. Händel dagegen schaffte es, mit seinen Bühnenwerken auf großartige Weise ein Zusammenspiel der Künste der Barockoper (mit ihrer Einheit aus Musik, Wort, Handlung und Bühnenbild) zu verwirklichen.
 

Projekte Kernrepertoire


 

Johann Sebastian Bach


  • Orchestersuiten (München, Japan-Tournee)

  • Sechs Brandenburgische Konzerte (München, Japan-Tournee)
  • H-Moll-Messe (München, Moskau, Hamburg)

  • 
Weihnachtsoratorium (München, Hamburg, Innsbruck)

  • 
Johannes-Passion (München, Hamburg, Italien-Tournee)

  • Matthäus-Passion (Salzburg, München, Moskau, Warschau, Italien-Tournee)

  • Markus-Passion (Hamburg)
  • Magnificat (München, CD)


  • Solo-Kantaten (Zürich)
  • Das Musikalische Opfer (München, Moskau)
  • Clavier-Übung I-IV (CD: Die Kunst der Orgeltranskription)

  • Goldberg-Variationen (Russland-Tournee, Berlin)


Georg Friedrich Händel

  • Messias (Ottobeuren, Genf, Moskau, Frankreich-Tournee)
  • Solomon (Hamburg)
  • Saul (München, Hamburg, Brixen)
  • Israel in Egypt (Ottobeuren)
  • 


Neue Konzerte für Orgel & Orchester (CD)

  • Feuerwerks- und Wassermusik (Hamburg, München)


  • Four Coronation Anthems (Hamburg, München)


  • Cäcilienode (München, Festival Musicra Sacra)



Antonio Vivaldi

  • 
La Quattro Stagioni (CD)
  • Gloria (Italien-Tournee)
  • Concerti con molti strumenti (München, Neapel)

Georg Philipp Telemann

  • 

Brockes-Passion
 (Hamburg)
  • 
Orchestersuiten (St. Petersburg, Hamburg, München)

Carl Philipp Emanuel Bach

  • 


Die Israeliten in der Wüste (Hamburg, Weimar)
  • 


Sinfonien (Hamburg, St. Petersburg)